Editorial: Die neue GQ STYLE

Wir haben was zu feiern: Die wichtigsten Designer, die neuesten Trends - aber auch die Looks, die bleiben: Seit 2001 zeigt GQ STYLE, was Männer über Mode wissen sollten. Ein Rückblick auf zehn Jahre voller Stil. Und eine Vorschau auf das aktuelle Heft

Liebe Leser, als wir zur Jahrtausendwende die Idee hatten, ein Modemagazin nur für Männer herauszubringen, waren die Reaktionen, höflich ausgedrückt, verhalten. Interessieren sich Männer überhaupt für Mode? Gucken die nicht lieber Fußball und in Zeitschriften nur schöne Frauen an? Unsere Antworten waren klar: natürlich kümmern wir uns auch um Kleidung. Selbstverständlich wollen Männer auch wissen, was guter Stil bedeutet. Dann machten wir uns an die Arbeit, um den Beweis zu liefern. Die erste GQ-Style-Ausgabe weltweit. Sie funktioniert bis heute, genau zehn Jahre und 20 Hefte später.

Wir haben uns bei GQ STYLE stets bemüht, alle bedeutenden Strömungen zu präsentieren

Eins zur Frühjahr/Sommer-, eins zur Herbst/Winter-Saison. Und, so viel Eigenlob muss sein: Wir bei GQ haben nicht nur gezeigt, dass es einen Markt für solche Zeitschriften gibt. Wir machen mit GQ STYLE auch immer noch das erfolgreichste Männermode-Magazin Deutschlands. Es heißt ja, Mode sei ein oberflächliches und irre schnelles Geschäft. Trends verschwänden, bevor sie sich richtig durchgesetzt hätten. Wir haben uns bei GQ STYLE stets bemüht, alle bedeutenden Strömungen zu präsentieren. Und die langweiligen oder zu kurzlebigen einfach wegzulassen. Als wir jetzt in unserer Münchner Redaktion zusammensaßen und noch einmal durch die Hefte blätterten, war es ein gutes Gefühl zu sehen, dass die Mode, die wir zehn Jahre lang vorgestellt haben, bis heute relevant und tragbar ist (die orangefarbenen, bauchfreien Cardigans zu den klein karierten Anzughosen in der Herbstausgabe 2005 ausgenommen).

Unsere Titelhelden waren einige der grössten männlichen Stilikonen unserer Zeit

Und wir trafen die wichtigen Modemacher der Welt zu Interviews, viele luden uns auch zu sich nach Hause ein. Wir sprachen mit Domenico Dolce und Stefano Gabbana in Mailand, Rick Owens in Paris, Alexander MCQueen in London, Yohji Yamamoto in Tokio, Frida Giannini in Rom (ab Seite 178), Marc Jacobs in New York, um nur ein paar zu nennen.

Nun riefen wir erneut bei den Großen der Branche an und erzählten ihnen von unserem Geburtstag. Einige fragten sofort, ob sie direkt im Magazin gratulieren dürften. Und so entstand die Idee zu unserer Jubiläumsstrecke: Unsere Lieblingsdesigner zeigen uns ihren Look des Jahres und schicken ihre ganz persönlichen Glückwünsche. Dafür haben wir für jeden ein eigenes Cover gestaltet.

Was erwartet sie ausserdem in dieser Ausgabe?

Mit Kris van Assche, Jean Touitou, Dirk Schönberger, Thom Browne oder Kim Jones interviewten wir wieder eine Reihe außergewöhnlicher Modemacher. Die durchaus überraschendes verrieten, wie Marc Jacobs: ?Eigentlich interessiere ich mich überhaupt nicht für Männermode?. Unser Coverstar Alexander Skarsgård, der in der HBO-Serie ?True Blood? einen Vampir spielt und im neuen Lars-von-Trier-Film ?Melancholia? Kirsten Dunst küsst, gibt sich entspannt und elegant.

Zum Schluss noch eine grundlegende Änderung: Erstmals präsentieren wir am Ende von GQ STYLE das ?Manual?: Einen 40-Seitigen Serviceteil, in dem von A bis Z erklärt wird, was diese Saison besonders zählt. Welche Basics, welche Trends, welche Accessoires - und Vorschläge, wie sie Monat für Monat am besten zu kombinieren sind. Wir hoffen, Ihnen gefällt das aktuelle Heft. Und bleiben Sie uns auch die nächsten zehn Jahre treu.

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